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Lanoxin (Digoxin)

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Lanoxin enthält den Wirkstoff Digoxin, der die Herzkraft unterstützt. Es wird bei bestimmten Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche eingesetzt. Das Medikament wirkt, indem es die elektrische Aktivität des Herzens beeinflusst und so die Pumpleistung verbessern kann. Nehmen Sie Lanoxin genau nach ärztlicher Anweisung ein, da die Dosierung empfindlich ist. Informieren Sie Ihren Arzt bei langsamen Herzschlägen, Schwindel oder Übelkeit.
Digoxin – Informationen für Patientinnen und Patienten

Digoxin

Digoxin ist ein Herzmedikament, das die Schlagkraft des Herzens unterstützt und bei bestimmten Herzrhythmusstörungen den Herzschlag verlangsamen kann. Es wird seit vielen Jahren eingesetzt und ist besonders bei Anwendungen sinnvoll, bei denen eine engmaschige ärztliche Überwachung und die richtige Dosierung wichtig sind.

Diese Seite dient der Orientierung. Informationen zu Ihrem individuellen Vorgehen erhalten Sie bitte von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sowie aus der Packungsbeilage.

1) Grundlegende Produktinformationen

Aspekt Angaben (übersicht)
Wirkstoff Digoxin
Wirkstoffklasse Herzglykosid
Hauptwirkungen Stärkung der Herzpumpleistung, Frequenzkontrolle bei bestimmten Rhythmusstörungen
Anwendungsgebiete z. B. bestimmte Formen der Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern/Vorhofflattern
Wichtiges Merkmal Relativ enge therapeutische Breite: Dosisanpassung und Spiegelkontrollen können erforderlich sein
Formen Tabletten, ggf. Lösungen (je nach Präparat)

In Deutschland wird Digoxin je nach Präparat und Indikation in unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten. Verfügbarkeit und konkrete Dosierungen können variieren.

2) Wie wirkt Digoxin? (Wirkmechanismus)

Digoxin gehört zu den Herzglykosiden. Es wirkt vor allem über die Hemmung der Na+/K+-ATPase in den Herzmuskelzellen. Dadurch steigt die intrazelluläre Calciumkonzentration (über indirekte Mechanismen), was zu einer verstärkten Kontraktion des Herzmuskels führt.

Zusätzlich beeinflusst Digoxin das autonome Nervensystem, insbesondere den Vagus (parasympathischer Anteil). Das kann zu einer Verlangsamung der Überleitung am AV-Knoten führen. Damit eignet sich Digoxin besonders zur Frequenzkontrolle bei bestimmten Vorhofrhythmusstörungen.

  • Stärkung der Pumpkraft (positiv inotrop)
  • Frequenzsenkung durch Einfluss auf den AV-Knoten (negativ chronotrop)
  • Wirksamkeit und Risiko hängen stark von Dosierung, Nierenfunktion und Elektrolyten ab

3) Pharmakokinetik: Wie der Körper Digoxin verarbeitet

Die Pharmakokinetik (Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung) ist bei Digoxin besonders relevant, weil der Wirkstoff im Körper relativ lange verbleibt und die Wirkung stark an die Konzentration im Blut gekoppelt ist.

  • Resorption (Aufnahme): Digoxin wird nach Einnahme aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die tatsächliche Aufnahme kann je nach Präparat und individuellen Faktoren schwanken.
  • Verteilung: Digoxin verteilt sich im Körper und kann sich in Geweben anreichern. Ein gleichmäßiges Vorgehen (z. B. zu ähnlichen Tageszeiten) kann helfen, Schwankungen zu vermeiden.
  • Elimination (Ausscheidung): Der Hauptweg der Ausscheidung erfolgt über die Nieren. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann Digoxin schneller “hochgehen” und stärker wirken.
  • Halbwertszeit: Die Zeit bis zur Halbierung der Konzentration variiert je nach Nierenfunktion. Das bedeutet: Dosisänderungen entfalten sich nicht sofort.

Praktisch bedeutet das: Besonders bei älteren Menschen oder bei eingeschränkter Nierenfunktion kann eine sorgfältige Dosierung nötig sein. Je nach Situation kann eine Bestimmung von Digoxin im Blut (Spiegel) sinnvoll sein.

4) Typische Anwendung: Wofür wird Digoxin eingesetzt?

Digoxin wird vor allem in folgenden Situationen eingesetzt:

4.1 Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

In bestimmten Fällen kann Digoxin die Symptome einer Herzinsuffizienz unterstützen. Es gehört zu den möglichen Therapiebausteinen, wenn Ärztinnen und Ärzte eine passende Nutzen-Risiko-Abwägung treffen.

4.2 Vorhofflimmern / Vorhofflattern

Digoxin kann zur Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern oder Vorhofflattern eingesetzt werden, insbesondere wenn eine Verlangsamung der Herzkammerfrequenz erforderlich ist.

Ob und warum Digoxin in Ihrem Fall geeignet ist, hängt u. a. von Ihrer Herzdiagnose, Ihrem Blutdruck, Ihrer Nierenfunktion und anderen Medikamenten ab.

5) Einnahme: Timing und Anwendung im Alltag

Für die Einnahme gelten in der Regel die Hinweise aus Ihrer Packungsbeilage sowie die Anweisungen Ihrer Ärztin/ Ihres Arztes. Digoxin wird üblicherweise 1-mal täglich gegeben, kann aber je nach Präparat auch anders dosiert sein.

  • Zeitpunkt wählen: Nehmen Sie Digoxin möglichst zur gleichen Tageszeit. Das verbessert die Regelmäßigkeit der Blutspiegel.
  • Mit oder ohne Nahrung: In vielen Fällen kann Digoxin unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden, doch kann die Verträglichkeit individuell variieren. Beachten Sie die Angaben in der Packungsbeilage Ihres konkreten Präparats.
  • Dosierung: Beginnen und erhöhen Sie Digoxin nicht eigenständig. Die Dosis wird häufig an Alter, Körpergewicht, Nierenfunktion und Begleitmedikation angepasst.
  • Wenn Sie eine Dosis vergessen haben: Nehmen Sie die vergessene Dosis nur dann nach, wenn es in den zeitlichen Rahmen passt, der in der Packungsbeilage beschrieben ist. Bei Unsicherheit: ärztlich/ telefonisch rückfragen.
  • Wenn Sie zu viel genommen haben: Bei Verdacht auf Überdosierung ist rasches Handeln wichtig. Wenden Sie sich sofort an den ärztlichen Notdienst oder eine Giftnotrufstelle.

Besonders wichtig ist: Digoxin hat eine relativ enge therapeutische Breite. Das heißt, der Unterschied zwischen wirksamer und gefährlicher Konzentration kann kleiner sein als bei anderen Medikamenten.

6) Nahrung & Lebensmittel: Digoxin und die Ernährung

Digoxin kann in der Regel mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Es gibt jedoch Faktoren, die die Aufnahme oder Wirkung beeinflussen können.

Was Sie praktisch beachten können

  • Möglichst gleichbleibende Einnahmebedingungen: Nehmen Sie das Medikament möglichst konsistent (gleicher Zeitpunkt, gleiche Einnahmeart: mit/ohne Mahlzeit).
  • Ballaststoffreiche Kost: Sehr ballaststoffreiche Ernährung kann bei manchen Menschen die Aufnahme beeinflussen. Halten Sie Ihre Ernährung möglichst konstant, besonders in den ersten Wochen.
  • Akute Magen-Darm-Beschwerden: Durchfall/Erbrechen kann die Aufnahme verändern. Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt, wenn solche Symptome auftreten.

Wenn Sie eine spezielle Diät einhalten, z. B. bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder bei Ernährungsumstellungen, sprechen Sie mit dem Behandlungsteam, ob Anpassungen nötig sind.

7) Alkohol und Digoxin

Alkohol kann den Kreislauf beeinflussen und indirekt das Risiko erhöhen, wenn z. B. die Leberfunktion beeinträchtigt ist oder wenn durch Alkohol Flüssigkeitshaushalt und Elektrolyte (z. B. Kalium) ungünstig verändert werden. Darüber hinaus können Wechselwirkungen über begleitende Medikamente relevant sein.

  • Allgemeine Empfehlung: Wenn Sie Digoxin einnehmen, ist Alkohol in Maßen meist besser verträglich als regelmäßiger oder hoher Konsum.
  • Besonders vorsichtig: bei wiederholtem Erbrechen/Durchfall, starker Dehydrierung oder bei gleichzeitiger Behandlung mit entwässernden Medikamenten (Diuretika).
  • Warnzeichen: Wenn nach Alkoholgenuss Schwindel, Herzrasen, Übelkeit oder Sehstörungen auftreten, nehmen Sie weitere Dosen nicht “auf Verdacht” und kontaktieren Sie zeitnah medizinische Hilfe.

Eine individuelle Einschätzung ist sinnvoll, insbesondere bei Leber- oder Nierenproblemen.

8) Wechselwirkungen mit Arzneimitteln: Wichtige Beispiele

Digoxin hat viele potenzielle Wechselwirkungen. Besonders relevant sind Medikamente, die die Digoxin-Konzentration erhöhen oder senken oder die Elektrolyte verändern.

8.1 Medikamente, die den Digoxin-Spiegel erhöhen können

  • Bestimmte Antibiotika (z. B. Makrolide wie Clarithromycin)
  • Bestimmte Antimykotika
  • Amiodaron (gegen Herzrhythmusstörungen)
  • Verapamil (gegen Bluthochdruck/Herzrhythmusstörungen)
  • Chinidin (je nach Indikation)
  • Bestimmte Medikamente gegen HIV (je nach Wirkstoffklasse)

8.2 Medikamente, die den Digoxin-Spiegel senken können

  • Bestimmte Antiepileptika oder Wirkstoffe, die Enzyme/Transporter beeinflussen
  • Einige Mittel gegen starke Durchfälle oder Substanzen, die die Aufnahme beeinflussen können
  • Rifampicin (je nach Situation)

8.3 Elektrolyt- und Herzrhythmus-bezogene Risiken

Ein besonders wichtiger Punkt: Kalium- und Magnesiumwerte. Niedriges Kalium (Hypokaliämie) kann die Digoxinwirkung verstärken und das Risiko für Rhythmusstörungen erhöhen.

  • Diuretika (Entwässerungsmittel), vor allem “kaliumsenkende” Varianten
  • Abführmittel bei häufiger Anwendung
  • Corticosteroide (je nach Dosierung und Therapiedauer)
  • Erbrechen/Durchfall (indirekt über Elektrolytverlust)

Bitte führen Sie bei jedem Arzt- oder Apothekenbesuch eine vollständige Medikamentenliste mit (inklusive pflanzlicher Präparate und Nahrungsergänzungsmittel). So lassen sich Risiken besser einschätzen.

9) Indikationen: Wann ist Digoxin medizinisch vorgesehen?

Die genauen Indikationen richten sich nach medizinischen Leitlinien, dem jeweiligen Präparat und Ihrer Situation. Typische Indikationen umfassen:

  • Herzinsuffizienz in ausgewählten Patientengruppen als Teil einer Gesamttherapie
  • Vorhofflimmern oder Vorhofflattern zur Frequenzkontrolle

Wichtig: Digoxin ersetzt andere Herzmedikamente (z. B. Betablocker, ACE-Hemmer/ARBs, SGLT2-Hemmer) nicht, sondern wird je nach Bedarf ergänzend eingesetzt.

10) Dosierung: Wie wird Digoxin üblicherweise dosiert?

Die Dosierung von Digoxin ist individuell. Sie hängt ab von:

  • Alter
  • Körpergewicht bzw. Körpergröße
  • Nierenfunktion (entscheidend)
  • Elektrolytstatus (v. a. Kalium und Magnesium)
  • Begleitmedikation (Wechselwirkungen)
  • Ausmaß der Herzerkrankung und Ziel der Therapie (Frequenz vs. Symptomkontrolle)

Wichtige Hinweise zur Orientierung

Aufgrund der engen therapeutischen Breite ist eine allgemeingültige “Standarddosis” nicht immer sinnvoll. In der Praxis werden häufig niedrigere Startdosen gewählt, besonders bei älteren Menschen oder bei eingeschränkter Nierenfunktion.

In vielen Behandlungsplänen wird Digoxin einmal täglich gegeben. Die konkrete Menge (z. B. in Mikrogramm oder Milligramm) entnehmen Sie bitte Ihrer Packungsbeilage bzw. dem Dosierungsplan Ihres Behandlers.

Spiegelkontrollen

Je nach Situation kann die Bestimmung des Digoxin-Serumspiegels hilfreich sein. Dies ist besonders relevant, wenn:

  • neue Symptome auftreten
  • Nierenfunktion sich verändert
  • Wechselwirkungsmedikamente neu hinzugekommen sind
  • die Dosierung angepasst werden soll

11) Sicherheit & Nebenwirkungen: Was ist möglich?

Wie bei allen wirksamen Arzneimitteln können Nebenwirkungen auftreten. Bei Digoxin ist besonders wichtig, Zeichen einer möglichen Überdosierung oder toxischen Wirkung frühzeitig zu erkennen. Die Symptome können unspezifisch beginnen.

Häufig genannte mögliche Nebenwirkungen

  • Magen-Darm: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchbeschwerden
  • Nervensystem: Müdigkeit, Benommenheit (individuell unterschiedlich)
  • Herz: Rhythmusstörungen, ungewöhnlich langsamer oder schneller Puls
  • Sehstörungen: z. B. “Gelbsehen” oder veränderte Farbwahrnehmung (klassisch, aber nicht bei allen)
  • Allgemein: Schwäche

Warnzeichen: Wann sofort handeln?

Kontaktieren Sie umgehend den ärztlichen Notdienst oder suchen Sie Notfallhilfe, wenn eines der folgenden Zeichen auftritt (besonders in Kombination mit Digoxin):

  • starke Übelkeit/anhaltendes Erbrechen
  • neue oder zunehmende Herzrhythmusstörungen (z. B. stark unregelmäßiger Puls)
  • Ohnmacht, ausgeprägter Schwindel, Brustschmerz
  • schwere Sehstörungen
  • Verwirrtheit oder deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands

Risikofaktoren für Toxizität

  • Nierenfunktionsstörung
  • niedriges Kalium oder niedriges Magnesium
  • Wechselwirkungen (z. B. bestimmte Antibiotika/Antiarrhythmika)
  • Dehydrierung durch Durchfall/Erbrechen
  • zu hohe Dosierung oder versehentliche Einnahme zu vieler Tabletten

Sehr wichtig: Nehmen Sie Digoxin nicht eigenständig ab oder erhöhen Sie es nicht. Sprechen Sie Änderungen immer mit dem Behandlungsteam ab.

12) Praktische Tipps für die Anwendung

Mit ein paar einfachen Routinen können Sie den Therapieerfolg verbessern und Risiken reduzieren:

  • Medikationsplan nutzen: Schreiben Sie sich Zeitpunkt und Dosis auf (z. B. in eine App oder einen Wochenplan).
  • Elektrolyte im Blick: Bei Diuretika oder häufigem Durchfall/Erbrechen können Kontrollen von Kalium und Magnesium nötig sein.
  • Hydration: Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr, besonders bei Hitze oder Krankheit (aber halten Sie sich an individuelle ärztliche Trinkempfehlungen bei Herzinsuffizienz).
  • Blutdruck und Puls notieren: Falls Ihr Arzt/Ihre Ärztin dies empfiehlt, erfassen Sie regelmäßig Pulsfrequenz und ggf. Rhythmuszeichen.
  • Sehen/Übelkeit beobachten: Bei neuen Sehstörungen, ungewöhnlicher Übelkeit oder “komischem Herzschlag” zeitnah Rücksprache halten.
  • Wechselwirkungen vermeiden: Teilen Sie neue Medikamente oder Naturprodukte immer frühzeitig mit.
  • Tabletten nicht teilen oder ändern: Nur wenn das Präparat dafür vorgesehen ist. Ansonsten kann dies zu Dosierungsfehlern führen.

13) Alternative Optionen zu Digoxin

Welche Alternativen infrage kommen, hängt von der Indikation ab (Herzinsuffizienz vs. Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern), von Begleiterkrankungen sowie von bisherigen Therapieerfolgen.

Bei Herzinsuffizienz (Beispiele)

  • Betablocker (z. B. je nach Leitlinie)
  • ACE-Hemmer oder AT1-Blocker
  • SGLT2-Hemmer (je nach Indikation und Zustand)
  • Mineralokortikoidrezeptorantagonisten
  • Entwässerung (Diuretika) bei Stauungszeichen

Bei Vorhofflimmern/Vorhofflattern (Beispiele)

  • Betablocker zur Frequenzkontrolle
  • Calciumantagonisten (z. B. Verapamil/Diltiazem je nach Situation)
  • Rhythmuskontroll-Strategien (medikamentös oder interventionell), abhängig von Risiko und Ziel

Ein Umstellen sollte stets durch das Behandlungsteam erfolgen. Dabei werden oft die Nierenfunktion, der Blutdruck und die Wechselwirkungen berücksichtigt.

14) Digoxin in Deutschland: Markt- und Rechtskontext

In Deutschland unterliegt der Vertrieb von Arzneimitteln den gesetzlichen Vorgaben des Arzneimittelrechts. Ob und wie ein konkretes Digoxin-Präparat bei einer Online-Apotheke verfügbar ist, hängt von der jeweiligen Zulassung, der Darreichungsform und den geltenden Regelungen ab.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das in der Praxis:

  • Informationen zu Wirkstoff, Dosierung und Darreichungsform sind verbindlich über die Packungsbeilage geregelt.
  • Seriosen Online-Apotheken sind Transparenz, Qualitätssicherung und gesetzliche Identitätsprüfung wichtig.
  • Verfügbarkeiten können je nach Hersteller, Packungsgröße und Region schwanken.

Aktuelle medizinische Ausrichtung / jüngste Empfehlungen (allgemein)

In den letzten Jahren haben sich bei Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern die Behandlungskonzepte durch neue Medikamente und aktualisierte Leitlinien weiterentwickelt. Digoxin wird dabei weiterhin als Option in ausgewählten Situationen betrachtet, während andere Wirkstoffgruppen häufig eine zentrale Rolle in der Basistherapie einnehmen.

Unabhängig von Leitlinien bleibt Digoxin in besonderem Maße ein Medikament, bei dem Kontrolle, richtige Dosierung und das Erkennen von Nebenwirkungen entscheidend sind. Für individuelle Anpassungen ist Ihre Ärztin oder Ihr Arzt zuständig.

15) Lieferung, Verfügbarkeit und Erreichbarkeit

Digitale Apotheken bieten Digoxin je nach Bestand in unterschiedlichen Packungsgrößen und Darreichungsformen an. Lieferzeiten können variieren – abhängig vom Lagerbestand, Versanddienstleister und Zieladresse.

  • Verfügbarkeit: Manche Dosierungen können zeitweise ausverkauft sein; dann kann eine Alternative oder Nachbestellung möglich sein.
  • Versand: In der Regel erfolgt der Versand innerhalb festgelegter Werktage (genaue Angaben finden Sie im Bestellprozess).
  • Qualität: Seriöse Anbieter liefern ausschließlich zugelassene Arzneimittel.
  • Beratung: Bei Fragen zu Einnahme, Wechselwirkungen oder Lagerung können Sie den Apothekenservice kontaktieren.

Für konkrete Informationen zu Ihrem Präparat (z. B. Tablettenstärke, Packungsgröße, Hinweise zur Einnahme) lesen Sie bitte die Packungsbeilage oder fragen Sie direkt in Ihrer Apotheke nach.

16) FAQ zu Digoxin

Wie schnell wirkt Digoxin?

Die Wirkung kann je nach Situation und Ausgangslage variieren. Bei einer stabilen Einnahme über Tage kann sich die klinische Wirkung entfalten. Da Digoxin zudem über die Zeit akkumulieren kann, sind Änderungen der Dosis nicht sofort “ausgeglichen”. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu schwach oder zu stark ist.

Darf ich Digoxin zusammen mit anderen Herzmedikamenten einnehmen?

Häufig wird Digoxin zusammen mit anderen Therapien eingesetzt. Entscheidend ist, ob Wechselwirkungen bestehen und wie sich dies auf Puls, Blutdruck, Elektrolyte und Digoxin-Konzentration auswirkt. Lassen Sie Änderungen immer ärztlich absprechen.

Was sollte ich tun, wenn ich Durchfall oder Erbrechen bekomme?

Durchfall oder Erbrechen kann die Aufnahme verändern und Elektrolyte verschieben. Bei bestehender Digoxintherapie ist das ein Grund, zeitnah medizinische Rücksprache zu halten—besonders, wenn Sie auch Schwäche, Herzklopfen oder Sehstörungen bemerken.

Kann ich Digoxin abends oder morgens einnehmen?

Üblicherweise können Sie den Zeitpunkt innerhalb des Dosierungsplans flexibel wählen, solange Sie regelmäßig bleiben. Wählen Sie den Zeitpunkt, der am besten zu Ihrem Alltag passt, und achten Sie auf einen gleichbleibenden Rhythmus. Bei Bedarf (z. B. wegen Übelkeit) kann ein anderer Zeitpunkt sinnvoll sein—fragen Sie dazu in Ihrer Apotheke nach.

Ist es gefährlich, wenn ich eine Dosis vergesse?

Eine einzelne vergessene Dosis führt nicht automatisch zu Problemen, kann aber die Wirkung beeinflussen. Wie Sie genau vorgehen (nachholen oder auslassen) hängt vom Zeitabstand zur nächsten Dosis ab. Nutzen Sie die Packungsbeilage Ihres Präparats oder fragen Sie bei Unsicherheit nach.

Wie erkenne ich eine mögliche Überdosierung?

Typische Hinweise sind z. B. anhaltende Übelkeit, Erbrechen, ungewöhnliche Müdigkeit, Herzrhythmusstörungen und (klassisch) Sehstörungen. Da Symptome unspezifisch sein können, gilt: Wenn Sie solche Anzeichen bemerken, sollten Sie sofort ärztlichen Rat einholen.

Beeinflusst Kaffee oder Tee Digoxin?

In der Regel stehen Kaffee oder Tee nicht im Mittelpunkt bekannter direkter Interaktionen mit Digoxin. Wichtig sind jedoch Ihre individuelle Situation (z. B. Herzfrequenz, Dehydrierung, Elektrolyte) und die Gesamtmedikation. Bei Unsicherheiten: Rücksprache halten.

Gibt es pflanzliche Mittel, die ich vermeiden sollte?

Einige pflanzliche Präparate können die Herzfrequenz beeinflussen oder die Wirkung anderer Medikamente verändern. Besonders vorsichtig sollten Sie bei Produkten sein, die an das Herz oder den Kreislauf “anknüpfen” (z. B. bestimmte Nahrungsergänzungen). Besprechen Sie jedes neue Mittel mit Ihrer Apotheke oder Ärztin/Ihrem Arzt.

Wie sollte Digoxin gelagert werden?

Lagern Sie Digoxin entsprechend den Angaben auf der Packung und in der Packungsbeilage (z. B. trocken, vor Licht geschützt, außerhalb der Reichweite von Kindern). Vermeiden Sie Lagerung bei extremer Hitze oder Feuchtigkeit.

Zusammenfassung in Kürze

  • Digoxin ist ein Herzglykosid zur Unterstützung der Herzleistung und zur Frequenzkontrolle bei bestimmten Rhythmusstörungen.
  • Die Wirkung hängt stark von Dosierung, Nierenfunktion und Elektrolyten ab.
  • Es bestehen relevante Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln; wichtige Beispiele sind u. a. bestimmte Antibiotika und Antiarrhythmika.
  • Bei Symptomen wie anhaltender Übelkeit/Erbrechen, Herzrhythmusstörungen oder Sehstörungen: zeitnah medizinische Hilfe suchen.
  • Regelmäßige Einnahme zur gleichen Tageszeit und das Mitführen einer Medikationsliste helfen im Alltag.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

0,25mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill